Weinkonzept

Am Wochenende verabschiedeten wir eine gut Freundin bei einem Essen. Sie verläßt die geliebte Hansestadt um in einer Kleinstadt an der Isar einem sehr bekannten “Heft” mit Ihrem Können noch mehr Glanz einzuhauchen. Auf diesem Treffen saß ich neben Hendrik Thoma und zwangsläufig sprachen wir über unsere neue Bar und das Weinkonzept. Unser bisheriges Konzept hat Ihm durchaus zugesagt, aber darüber hinaus konnte ich zwei wichtige Dinge aus dem Gespräch mitnehmen:

Zum einem ein sehr technischer Hinweis. Hendrik empfiehlt Liebherr Weinklimaschränke uneingeschränkt!

Zum anderen eine konzeptionelle Empfehlung: Einige exklusive Raritäten auf Lager stehen einer guten Bar, bei guter Auswahl (bis zu 30 Positionen, vorerst) durchaus gut zu Gesicht. Bei der “normalen” Karte empfiehl Hendrik wie in der Küche vorzugehen. Frisch und Saisonal verkaufen! Von einem Wein, der gerade empfohlen, besprochen, oder entdeckt wurde kauf man beispielsweise 60 Flaschen und wenn diese abverkauft sind - kauft man einen anderen - je nach dem, was dann gerade besprochen und empfohlen wird. Somit kann man dem weininteressierten Liebhaber zum einen eine größere Auswahl an Neuigkeiten bieten und erspart sich zum anderen eine “große” Lagerhaltung. Drei Dinge sind hierbei wichtig:

1.) Spezielle Präsentation: Wir überlegen das anfertigen einer extra großen Bowle, in der bis zu zehn Flaschen Weisswein auf Eis gut gekühlt werden können - eventuelle auch Platz für Rotwein. Dieses Möbel muss sichtbar platziert werden, ws uns derzeit wegen Platzmangel noch nciht gelungen ist.

2.) Spezielles Kartenformat - Die Weinkarte muss schnell zu ändern und auszutauschen sein, um so ein System möglich zu machen.
Vielleicht muss sie somit neben der eigentlichen Barkarte als seperate Karte geführt werden.

3.) Geschultes Personal - dieses System wird nur erfolgreich funktionieren, wenn unser Personal aktive involviert wird und sich für die jeweiligen Weine interessiert. Schulungen und regelmässige Proben sind unausweichlich.

Wir arbeiten dran…

Kategorien: Wein & Champagner, Konzept, Le Lion um 21:05

Eine Antwort zu “ Weinkonzept ”

  1. Kurti

    Eines ist wohl voraus zu setzen, die meißten die in eine Bar gehen und im Bon Lion ist man da ja gut aufgehoben, der möchte einen Cocktail trinken.
    sollte also die vorliebe auf einen Wein schwenken, so erwartet der geneigte Gast sicher ein vergleichbares Niveau wie bei den Mixgetränken. Hervorragende Zutaten, die auf bestmögliche Weise im Glas präsentiert werden. Ein ausgewogenes Geschmacksbild zeigen und und die Mitspieler im Glas erkennen lassen!
    Eine Weinkarte sollte unabhängig vom Preis der Weine die man zeigt vergleichbar sein. Wenn ich mich dazu bekenn Wein zu verkaufen dann doch bitte nicht mies kalkuliert oder qualitativ so unterirdisch, dass man sich als geneigter Weintrinker gruselt.
    Die Themenzentrierte Auswahl finde ich einen guten Ansatz, z.B. nur Europa. Hochwertige Weine auf der Flaschenkarte und im offene Auschank eine enger gefasste themenzentrierte auswahl in weiss und rot von einem Anbaugebiet oder Winzer als Monatsthema.
    Da bin ich ganz bei Hendrik, dem ich alles liebe zum Geburtstag wünsche(* 10.10.??;-)
    So einen Rahmen aus zu füllen ist leichter und flexibler. Die Lieferanten würde ich bei der Flexibilität mit ins Boot holen, zum Monatsende geschlossene Gebine wieder zurück zu führen.
    Ich hofffe ein guten Ansatz zu gegeben, vieleicht heute Abend im Bon Lion, Kurt

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