Ich kontakte einen Großteil unserer Gäste nach einem Abend, an dem wir uns im Gespräch “kennengelernt” haben, wenn möglich überxing. Für mich ist xing die angenehmste Art, mit den neu gewonnenen Freunden des Löwen in Kontakt zu bleiben. War es vor 3 Jahren noch schwierig, jemanden dort zu finden, ist die Trefferwahrscheinlichkeit nun in der Regel fast bei 100%. Der große Vorteil bei xing - Unsere Gäste wechseln durchaus mal den Arbeitgeber, willkommen in 2008, und email Adressen und Visitenkarten sind dann wertlos, xing bleibt. Außerdem bleibt man über Statusänderungen und Meldungen in Kontakt und erfährt, selbst von Gästen die man Monate lang nicht mehr gesehen hat, ob Sie die Firma gewechselt haben etc.
Wenn man so will, ist Xing eine der wenigen Formen von Marketing, die es im Löwen gibt. Wobei Marketing nicht der richtige Ausdruck ist - eigentlich ist es Netzwerkpflege - nicht mehr, nicht weniger. (Weiterlesen…)
Ursprünglich hatten wir diesen hervorragenden und ehrlichen Text von Jörg Meyer für den Print (Mixology Issue 4/2008) vorgesehen. Aus Zeit- und Platzgründen veröffentlichen wir ihn im Barbaublog. Es geht darin um ein erstes Resümee, was vom ursprünglichen Konzept verwirklicht werden konnte und was sich als unrealistisch erwies (H.A.):
Kommt ein Gast im EM Sommer in eine Bar…“ - Bartender Witz 2008 „Der Sommer macht einer klassischen Bar zu schaffen, keine Frage. Ein EM Sommer hingegen, lässt die erwarteten Umsätze noch einmal geringer ausfallen. „Durchhalten!“, möchte man in den ruhigen Sommermonaten jedem Bartender jenseits des Beach Clubs und der Sports Bar zurufen.
Auch uns im Löwen traf dieser (fußballastige) Sommerauftakt härter als gedacht und die Monatsumsätze haben sich zwischenzeitlich fast halbiert. Nach gut sechs Monaten gaben sich die ersten Konzeptionellen TOPÊ»s und einige große Fehler herauskristallisiert. Ich möchte mir erlaube, diese vorzustellen. (Weiterlesen…)
Gerade auf flickr gefunden - ein “LE LION” getagtes Bild vom User spanier - habe lange gebraucht bis ich diesen “Bildausschnitt” in unserer Bar wiedergefunden habe…
Das Preisgefüge „zu treffen“, ist denke ich eine der schwersten Entscheidungen, die Sie bei der Planung Ihres Objektes zu machen haben. An anderer Stelle hatte ich bereits erwähnt das ein massives Nach-kalkulieren, sprich merkbare Preiserhöhungen oder Senkungen, kurz nach der Eröffnung, in meinen Augen ein großer Fehler sind - es zeigt eines: Sie haben sie bei der Einschätzung des nötigen Preisgefüges in Ihrer Bar gehörig verschätzt.
In einer klassischen Bar verkaufen Sie alles, außer Wahre. Sie verkaufen Atmosphäre, Stimmung, eine besondere Zeit. Ernsthafte Wirkungstrinker, die hier aufs Preisgefüge bei Trink-Preis-Leistungsverhältnis schauen zu bewirten darf nicht Ihr Ansporn werden. Das Ihre Gäste über den Abend auch die Wirkung des Alkohols spüren ist ein angenehmer Nebeneffekt eines Bar Besuchs, sollte allerdings nie das eigentliche Ziel sein.
Der Barbaublog gibt sich mit unberechenbarer Unregelmässigkeit der Berichterstattung aus dem “Le Lion” hin. Allerdings ist sicher der Verfasser dieser Zeilen im speziellen oft gar nicht sicher ob der geneigte barbaublog Leser Interesse an seinen oft langwierigen Ausführungen hat. Daher meine Frage an an bbb-Leser: Was möchten Sie wissen?
Anders formuliert: Ich möchte einen “Fragenkatalog” erstellen, um einige .pdf Seiten über das Projekt Le Lion zu verfassen. Dazu fehlt mir ein treffsicheres Gespür - Was genau möchten Sie beantwortet wissen?
Also - Aufruf zur Mithilfe per Kommentar: Bitte stellen Sie Ihre Fragen!
Wie an anderer Stelle beschrieben, habe ich mir eine sehr kleine Karte gewünscht, kein Buch, dass den Gast erschlägt. Alles weitere regelt das persönliche “Bestellungsgespräch”.
Ich würde mich über Kritik per Kommentar freuen.
“…Mich persönlich hat es auch schon immer gestört, wenn Restaurants mich “zwingen†wollten, zu meiner Flasche Rotwein auch noch 5-7€ für eine Flasche Wasser auszugeben. Ich bestelle grundsätzlich Leitungswasser (mit vielen anderen teuren Leckereien), und wer diesem Wunsch als Restaurant nicht folgen will oder kann, sieht mich als Kunde nicht wieder. ”
Le Lion, Bar de Paris, wurde von uns am Freitag, den 30. November 2007 eröffnet. Ganz ohne Eröffnungsfeier, lediglich vorab einige Tage „pre opening“, haben wir an diesem Wochenende die Tür unserer kleinen Bar aufgeschlossen. Nun ist bereits mehr als ein Monat vergangen und diese „Eröffnungszeit“ ist gänzlich am barbaublog vorbei gegangen. An anderer Stelle hatte ich, sozusagen als Guter Vorsatz für das neue Jahr, versprochen, dem barbaublog im neuen Jahr wieder die Zeiten zu schenken, die er verdient hat.Jeder der schon einmal eine Eröffnung mitgemacht hat, weiss, das diese unerschütterlichen Regel folgt. Eine dieser Regeln lautet: egal wie früh Sie mit der Planung des gesamten Projekts, also auch mit der Eröffnung selbst , beginnen - Sie werden immer auf den letzten Drücker „fast“ fertig.Bei der Eröffnung des ATLAS Restaurants in Bahrenfeld vor 10 Jahren kamen bereits die Eröffnungsgäste und die Handwerker erledigten die letzten Arbeiten auf den Toiletten im ersten Stock - Sie mussten das Haus durch den Hintereingang verlassen.Handwerker waren am ersten Tag des „Löwen“ nicht mehr zu gegen, wobei noch immer einige letzte Arbeiten, verborgen vor den Augen der Gäste, auf das Finish warten.Die Zeit vor der Eröffnung ist also immer knapp und ich könnte nun versuchen, mich mit dieser recht „einfachen“ Argumentation davon zu stehlen - schließlich habe ich den barbaublog lange sträflich vernachlässigt und gerade zu der von einigen Lesern schon erwarteten Eröffnungsphase geschwiegen.Ganz so einfach will ich es mir nicht machen. Drei „Gründe“ gab es neben der zugeben vorhandenen Zeitnot, die mich von der Berichterstattung hier im barbaublog abhielten. (Weiterlesen…)
Echtes Handwerk zu bewundern, ist eines der größten Vergnügen während der Bauphase. Viele sehr gute Handwerker haben uns bei Le Lion unterstützt, mit einigen arbeiten wir schon seit Jahren zusammen. Die Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen Brand Werbetechnik war neu für uns und ich muss sagen, das das Handwerkliche Geschickt von Vater und Sohn Brand uns ein wenig den Atem geraubt hat.
Cocktail and Wine MenuUrsprünglich hochgeladen von Joerg MeyerNach sehr langem Suchen haben wir uns für eine handgebundene Leinen Variante entschieden. Schwarz für das Barmenü, Rot für die Weinauswahl. Beide Karten bieten 4 Seiten in 19×29 cm Format platz. Auf dem Barmenü wird lediglich eine Seite für Mixed Drinks vorgesehen. Geschätzt werden dort maximal 20 Drinks Platz finden.Die Karte soll lediglich Anregungen bieten. Weitergehende Empfehlungen sollen direkt vom Personal ausgesprochen werden.Anfertigungen in einer kleinen Auflage von 30 Stück liegen bei ca. 50 Euro pro Karte.Echte alte Handwerkskunst fanden wir bei.Sanders Buchbinderei oHGLars Sanders · Werner SandersNeumann-Reichardt-Str. 27-33 (Haus 21)22041 Hamburg (Wandsbek)Tel. 040 23 35 80Fax 040 23 44 01E-mail info@buchbinderei-sanders.dehttp://www.buchbinderei-sanders.de
First Day in the Office - little bit too messyUrsprünglich hochgeladen von Joerg MeyerEinzug ins Büro … ich muss gestehen, ich habe gut eine Woche gebraucht um ein mittelschweres Chaos im Büro unter Kontrolle zu bringen. Bedauernswert war eine unnötige Wartezeit beim Netzzugang im Le Lion HQ. Natürlich gehört auch zu “stressigen” Zeiten ein täglicher Blick auf den Drinksblog zu Programm. Zeit zum Bloggen fehlte leider in dieser Zeit völlig.
Icemakers!Ursprünglich hochgeladen von Joerg MeyerEis ist das “Gold” der Bar - gilt als geflügelte Weisheit hinter der Bar.Wir haben uns in der Grundausstattung für zwei Luftgekühlte Maschinen von Hoshizaki entschieden. Der Eiswürfelbereiter macht die von Gästen und Bartendern geschätzten Volleiswürfel. Die andere Maschine produziert ein grobes, großes Crushed ice, vom Hersteller dann Cobbler Ice genannt. Die Maschinen produzieren pro Tag ca. 65 kg Volleiswürfel und ca. 100 kg Cobbler Ice. Wasser gekühlte Modelle sind sehr teuer , mit enorm hohen Wasserverbrauch. Sie machen lediglich in sehr warmen Regionen Sinn. Luftgekühlte Geräte entwickeln eine enorme Hitze im Raum, gerade von Sie kontinuierlich produzieren. Wegen des großen Lärms, sollten diese Profi Geräte nicht in der Bar selber eingebaut werden. Der Raum für die Eismaschinen sollte demnach gut belüftet sein.Die Hoshizaki Maschinen haben wir von APS Hamburg bezogen.
Sour Glas by Libbey, APS GermanyUrsprünglich hochgeladen von Joerg MeyerUnseren Glas Klassiker für den Ramos Gin FIzz haben wir gefunden.Wir freuen uns, den ersten Ramos zu servieren.
GlaswareUrsprünglich hochgeladen von Joerg MeyerDie ersten Gläser wurden geliefert. Mit etwas Recherche und der Hilfe von Matthias, Izabella und Joachim von APS Hamburg konnten wir einige “Unbekannte” und in Vergessenheit geratene Barklassiker ausgraben. Besonders gelungen finden wir z.B. unser Martini Set: Mini Cocktailspitz, sehr kleine Karaffe aus Glas in Crusehd Ice steht in gläserner Mini Bowl (für den Nachservice - Bild wird in kürze folgen).Als Gläser kommen von APS Hamburg
LE LION-48Ursprünglich hochgeladen von Joerg MeyerMatthias importiert Feinkost aus Italien (wenn er nicht gerade Motorcross fährt) - Wir haben Ihn beauftragt die feinsten Oliven ausfindig zu machen. Ergebnis: Olive Imperial: Extra grün, extra groß und extra gut, so unsere Geschmacksprobe. Neben weiteren Olivensorten gab es noch sehr gute Chutneys. Damit lassen sich einzigartige Sandwiches zu später Stunde servieren.Im Hintergrund “Günther Netzer” in jungen Jahren vor seinen ersten Porsche. Mit Fußball konnte man auch schon früher mehr Geld verdienen als mit ehrlichem Bartending…
LE LION-68Ursprünglich hochgeladen von Joerg MeyerDie Lebenserwartung gastronomischer Berufe liegt, so habe ich einmal gelesen, um ca. 60 Jahre. Die Arbeitsbedingungen im allgemeinen (Arbeitszeiten, Dauer, Rauch, Lärm etc) sowie die Lebensgewohnheiten der “Gastronomen” (in der Regel Raucher, zu starker und regelmässiger Alkoholkonsum, schlechte Ernährung etc) führen in der Regel zu verkürzter Lebenserwartung.Unabhängig von der Vielzahl und Intensität der psychischen “Belastung” unseres Berufes, gelten allein die physischen Belastungen in unserem Beruf in meinen Augen als sehr hoch.Bartender, die unseren Beruf nicht nur als kurzes Zwischenspiel für einige Jahre “Aushilfweise” absolvieren, sonder die Bartender die diesen Beruf seit mehr als zehn, zwanzig Jahren ausüben gilt mein größter Respekt.Die zu leidenschaftlich geführte Diskussion ums “Nichtraucherschutzgesetz” wird doch in den meisten Fällen ohne den eigentlichen “Hintergrund” geführt. Es geht in der Regel nicht um den Schutz von nichtrauchenden Gästen, sonder um den Schutz des Personals. Würden die Arbeitsbedingungen von Bartendern auch nur zur Hälfte z.B. bei einem großen Deutschen Automobilhersteller am Band “herrschen” würde hunderttausende von Demonstranten gegen die “Kapitalisten Ausbeuter” demonstrieren.Auch wenn die derzeitigen Ausführen des Nichtraucherschutzgesetzes absolut Indiskutabel sind, so ist der Ansatz doch lobenswert: Verbesserte Arbeitsbedingungen in der Gastronomie.Jeder “Existenzgründer” im Bar Business wird feststellen das Zeit und Geld sehr knappe Güter sind. Von Beiden hätten Sie für Ihr Projekt immer mehr gebrauchen können und somit liegt der Gedanke nahe kostspieligere “Arbeitserleichterungen” nicht zu berücksichtigen - ein Fehler der sich in vieler Hinsicht rächen wird (insbesondere wenn Sie planen selbst in Ihrem Objekt zu arbeiten).Im Bild sieht man Gummi Matten, die das lange Arbeiten und insbesondere Stehen hinter der Bar deutlich erleichtern. Da wir diese mit “geplant” haben, haben wir uns erlaubt, diese in den Boden einzulassen. Perfekt wäre ein eigener “Wasserablauf” in dieser Bodenwanne, welchen wir auf Grund einer bestehenden Fußbodenheizung nicht verlegen konnten.